Es geht um die Zukunft unserer Amphibien-Leitanlage  --  Aufruf zur Mithilfe !

Amphibienschutz in Eckernförde (Stand: Juni 2017)

 

Um heimische Amphibien vor dem sicheren Straßentod zu schützen, hat der NABU Eckernförde von 2003 bis 2013 im Nordosten der Stadt eine mobile Amphibienleitanlage betrieben. In diesem Zeitraum konnten von ehrenamtlich tätigen Helfern 25.819 Amphibien sicher über die Straße getragen werden! Eine wichtige Aufgabe, denn  a l l e  Amphibien gehören zu den geschützten Arten!

 

Nachdem wir Geldquellen finden konnten, ist es gelungen seit Juli 2013 eine stationäre, feste Leitanlage mit 5 Straßenunterquerungen bauen zu lassen. Finanziell unterstützt wurden wir von der Umweltlotterie „BINGO“, der Unteren Naturschutzbehörde/UNB des Kreises RD-ECK, dem Landesbetrieb Straßenbau des Kreises RD-ECK, der Stadt Eckernförde und unseren eigenen Anteil, bestehend aus Pflege und Wartung der Anlage.

 

Die Amphibienleitanlage ist unser Eigentum und stellt einen erheblichen  Wert dar! Bisher hat sich Herr J. Schmidt maßgeblich, mit Unterstützung von NABU Mitgliedern, um die Pflege der Anlage gekümmert. Herr Schmidt ist jetzt 78 Jahre alt und wird „kürzer“ treten müssen!

 

Wir suchen deshalb   d r i n g e n d   einige Mitglieder die sich eigenverantwortlich  um unser Eigentum kümmern! Die Anlage muß etwa einmal pro Quartal von Bewuchs gereinigt werden. Das geschieht mit NABU-Technik, unseren Motorsensen. Herr Schmidt ist jederzeit bereit, Interessenten in die notwendigen Arbeiten einzuweisen. Aus Sicherheitsgründen arbeiten immer zwei oder mehr Personen gemeinsam an der Anlage. Bitte melden Sie sich beim Vorstand und/oder direkt bei Herrn Schmidt. (Tel. 04351-43461/mobil 0175 9986 637).

 

Nachfolgend eine kleine Bildergalerie zum Thema Amphibienschutz in Eckernförde:

 


Unsere Amphibienleitanlage

Die Geschichte unserer Amphibienleitanlge vom "Krötenzaun" bis zum Amphibientunnel wurde jetzt im Jahrbuch 2016 der Heimatgemeinschaft Eckernförde veröffentlicht. Der Autor ist unser Schutzgebietsbetreuer und ehemaliger 1. Vorsitzender sowie Initiator des ganzen Projektes Jürgen Peter Schmidt.

 

Die nachfolgend dokumentierte Geschichte als Auszug aus dem besagten Jahrbuch gibt umfassende Informationen über den Werdegang:


Einige Belegfotos von den Tunnel-Wanderern


Dank für Mitarbeit an der Amphibien-Forschung in Form der regelmäßig zugesandten Meldungen unserer Amphibien-Zählungen an das LLUR in Flintbek

Sehr geehrte Damen und Herren vom NABU Eckernförde,


nach längerer Zeit möchte ich mich mal wieder auf diesem Wege bei Ihnen
melden und mich zunächst dafür bedanken, dass Sie mir oder Arne Drews
(LLUR, Flintbek) all die Jahre immer mal wieder oder regelmäßig ihre
Amphibien-/Reptilien-Beobachtungen allgemein oder auch Daten von
Amphibienzäunen zur Verfügung gestellt haben. Sie haben damit -
Puzzlestein für Puzzlestein - auch zur besseren Kenntnis der Verbreitung
der in Schleswig-Holstein heimischen Herpetofauna beigetragen. Die 1999
aufgebaute und seitdem im Rahmen einer Kooperation zwischen
Umweltministerium/LLUR und FÖAG von mir betreute WINART-Datenbank ist
somit inzwischen auf knapp 48.000 Datensätze angewachsen! Zum Vergleich:
der Verbreitungsatlas, den die FÖAG zusammen mit dem LLUR 2005
herausgegeben hat, basierte noch auf "nur" 22.000 Datensätzen. Einen
erheblichen Teil der lediglich in Rohform vorliegenden Daten hat
übrigens Arne Drews ünermüdlich in WINART eingegeben, wofür ihm auch
besonderer Dank gebührt! Viele der Daten werden aber auch von Ihnen
selbst inzwischen als WINART-Dateien übermittelt, was die
"Weiterverarbeitung" für uns natürlich enorm erleichtert - auch hierfür
ein große Dankeschön! Neben dem bereits erwähnten Atlas fanden die Daten
aktuell auch Eingang in das bundesweite Stichprobenmonitoring und die
NATURA2000-Berichtspflichten. Außerdem bildet die Datenbank eine solide
Basis für die bald anstehende Überarbeitung der Roten Liste der
Amphibien und Reptilien von 2003, welche inzwischen auch schon wieder 10
Jahre alt ist.
Insofern möchte ich Sie auch gleich ermuntern, nach der hoffentlich nun
bald endenden "Eiszeit" auf ihren Spaziergängen oder Exkursionen in
ihrem Umfeld wieder verstärkt auf Amphibien zu achten.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Klinge (Dipl. Biologe)

Faunistisch-Ökologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (FÖAG)
- Arbeitskreis Wirbeltiere -
Institut für Ökosystemforschung an der Christian-Albrechts-Universität
Olshausenstr. 40, D-24098 Kiel