Unsere Amphibienleitanlage

Die Geschichte unserer Amphibienleitanlge vom "Krötenzaun" bis zum Amphibientunnel wurde jetzt im Jahrbuch 2016 der Heimatgemeinschaft Eckernförde veröffentlicht. Der Autor ist unser Schutzgebietsbetreuer und ehemaliger 1. Vorsitzender sowie Initiator des ganzen Projektes Jürgen Peter Schmidt.

 

Die nachfolgend dokumentierte Geschichte als Auszug aus dem besagten Jahrbuch gibt umfassende Informationen über den Werdegang:


Einige Belegfotos von den Tunnel-Wanderern


Leben und Treiben am Amphibienzaun 2019

Der Amphibienzug 2019 hat vor wenigen Tagen begonnen, auch in Eckernförde. Wir nehmen dies zum Anlass, noch einmal rückblickend auf die Entwicklung des Amphibienschutzes in Eckernförde hinzuweisen.

 

Amphibienschutz in Eckernförde

 Die  Stadt und der N A B U  Eckernförde informieren:

 

Bis zum Frühjahr 2003 fanden hier an der Landstraße 26 (L26) zahlreiche Amphibien auf der Wanderung von ihrem Winterlebensraum zum Laichgewässer, dem Eimersee, auf der Landstrasse L26 den Straßentod.

 

Besorgte Bürger meldeten sich beim Umweltbeauftragten der Stadt und beim Naturschutzbund/NABU Eckernförde und baten um Hilfe.

 

Daraufhin schaffte der NABU mit Unterstützung der Stadt und der Umweltlotterie  B I N G O eine mobile Amphibienleitanlage (Krötenzaun) an. Diese Anlage wurde seitdem jährlich im Frühjahr aufgebaut und von ehrenamtlich tätigen Helfern, Damen und Herren nicht nur aus Eckernförde, betreut.

 

Mit Unterstützung des Landesbetriebes Straßenbau aus Rendsburg, der Straßenmeisterei Eckernförde, der Stadt Eckernförde und PRO REGIO/NSE (Naturschutz Eckernförde) konnte die Anlage 11 Jahre lang betrieben werden. In diesem Zeitraum  wurden in 3.886 ehrenamtlich geleisteten Stunden 25.819 Tiere sicher zum Laichgewässer gelangen. Darunter nicht nur Erdkröten mit einem Anteil von ca. 80% sondern auch Grasfrösche, Moorfrösche, Teich- und Kammolche, selten ein Laubfrosch oder Wald- bzw. Mooreidechsen.

 

Seit August 2012  hat sich  der NABU nach Geldquellen umgesehen um endlich eine dauerhafte Querungsmöglichkeit für die Amphibien zu schaffen. Im Juli 2013 war es dann soweit. Mit finanzieller Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde/UNB,  der Umweltlotterei  B I N G O, dem Landesbetrieb Straßenbau Rendsburg, der Stadt Eckernförde und dem NABU Eckernförde konnte das Bauwerk finanziert und erstellt werden.

 

Insgesamt gibt es beiderseits der Straße jetzt einen ca. 300 Meter langen „Zwangsweg“ für die Amphibien,  unterbrochen durch drei unter der Fahrbahn liegende Tunnel und zwei schon immer vorhandene Wasserdurchlässe. Diese 5 Querungsmöglichkeiten liegen in der Hauptzugrichtung der Amphibien.

 

Zur Anwendung kam ein System der Firma „ACO Severin Ahlmann GmbH & Co. KG“ aus Rendsburg. Die Bauelemente bestehen aus dem sehr langlebigen Polymerbeton. Dieses System hat sich bundesweit und über die Grenzen hinaus bestens bewährt.

 

Möchten Sie mehr über den Amphibienschutz in Eckernförde  erfahren, dann besuchen Sie den NABU  auch  im Internet unter

 

www.nabu-eckernfoerde.de

 

Berichterstatter und Fotograph der folgenden kleinen Bildergalerie ist unser Mitglied Herr J.P. Schmidt. Das Bild Nr. 1, also das erste Bild, stammt vom Lokalredakteur der KN, Herrn R. Krüger, entstanden am Samstag, 16.3.2019.