WILLKOMMEN BEIM NABU ECKERNFÖRDE

 

Der NABU Eckernförde möchte Menschen dafür begeistern,

sich durch gemeinschaftliches Denken und Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten, sowie über gute Luft, sauberes Wasser und gesunde Böden verfügt.

 

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen

um damit Perspektiven für die Gestaltung einer

lebenswerten Zukunft zu zeigen.

 

Erfahren Sie mehr über uns



Im Portrait:  Die Baumhummel

 

Der Steckbrief der Baumhummel

 

Im Gegensatz zu den meisten anderen Hummelarten ist die Baumhummel nicht ganz so friedfertig und gilt gar als guter Nestverteidiger, der bereits bei geringen Störungen schmerzhaft sticht.

 

Merkmale

 

Die Baumhummel-Königin erreicht eine Körperlänge von bis zu 20 Millimetern. Während die Männchen in ihrer Größe mit 14 bis 16 Millimetern noch einheitlich erscheinen, variieren die Arbeiterinnen mit Maßen zwischen 8 und 18 Millimetern relativ stark. Das körperliche Erscheinungbild ist in der Regel sehr dunkel. Die typischerweise orangebraun- bis schwarzbehaarte Brust mündet in einen schwarzen Hinterleib mit charakteristischer weißlicher Spitze.  Der Saugrüssel ist mit bis zu 12 mm Länge eher kurz. So ist die Baumhummel ziemlich eindeutig von anderen Hummelarten zu unterscheiden.

 

Verbreitung

 

Die Baumhummel ist fast in ganz Europa verbreitet. Man findet sie sowohl in West-, Ost-, Mittel- als auch Nordeuropa. In Südeuropa ist sie allerdings nur in höheren Lagen anzutreffen, auf den Britischen Inseln fehlt die Art gänzlich.

 

Vorkommen und Lebensweise

 

Der typische Lebensraum der Baumhummel sind Wälder und Waldränder, im Siedlungsbereich häufig auch Parkanlagen und Gärten.
Eine Baumhummel-Generation beginnt bereits ab Ende März mit dem Erscheinen der Königin. Die ersten Männchen sind Ende Mai anzutreffen, die Jungköniginnen tauchen Anfang Juni auf. Ab ungefähr Mitte Juni bietet sich dann ein sehenswertes Schauspiel: Die Männchen kreisen unermüdlich vor den Baumhummelnestern, wo sie ausfliegende Jungköniginnen im Flug packen, um sich am Boden mit ihnen zu verpaaren. Eine Besonderheit der Baumhummel gegenüber den meisten anderen Hummelarten ist hierbei das polyandrische Paarungssystem; bei dem sich die Königinnen kurz nach dem Schlupf mit mehreren Männchen paaren und das Sperma bis zum nächsten Jahr in einer speziellen Drüse aufbewahren.

Zum Nisten bevorzugt die Baumhummel höhere Standorte wie Vogelnester und -nistkästen, auch Dachdämmungen und Mauerspalten. Ihre stets oberirdisch gelegenen Nester können sehr schnell zu großen Völkern mit bis zu 400 Arbeiterinnen heranwachsen, wobei die Jungköniginnen aktiv bei der Brutversorgung mithelfen.


Der Entwicklungszyklus der Baumhummel zählt neben der Wiesenhummel zu den schnellsten von allen Hummelarten. Die Völker sterben relativ bald (meist bis Ende Juli, in seltenen Fällen bis Ende August) ab, nachdem Männchen und Jungköniginnen ausgeflogen sind. Die Art gilt im Gegensatz zu den meisten anderen Hummelarten als guter Rückkehrer, das heißt sie kann oft über mehrere Jahre am selben Niststandort beobachtet werden. Die Jungkönigin prägt sich dabei beim Abflug die Position des Mutternestes ein, um im nächsten Jahr als Königin wieder am gleichen Ort zu nisten. Da sie hoch gelegene Nistplätze bevorzugt, besiedelt sie jedoch selten Hummelnistkästen. Oft werden auch bereits von Vögeln bebrütete Kästen mit vorhandenen Nestern als Wohnraum genutzt.

Das steht auf dem Speiseplan

 

Die Baumhummel zeigt keine speziellen Vorlieben beim Blütenbesuch. Sie sammelt die Pollen während ihrer Nahrungssuche von Pflanzen verschiedener Familien.

 

Gefährdung & Schutzstatus

 

Die Art ist wie alle heimischen Wildbienenarten in Deutschland nach der Bundesartenschutzverordnung des Bundesnaturschutzgesetzes besonders geschützt. Es ist verboten, die Nester zu beschädigen oder zu zerstören sowie einzelne Individuen zu töten, zu verletzen oder zu fangen.