Unser Umwelttipp für den Oktober :

Schaffen Sie ein Winterquartier für unsere bedrohten Igel:

 

Eine mit Heu und Laub gepolsterte Mulde wird mit Astwerk,

 

Brettern und Steinen überdacht und anschließend mit Folie

 

und einer weiteren Schicht Laub gegen Witterungseinflüsse

 

geschützt.

 

 

Laub ist kein Abfall! Es ist nur von Rasenflächen zu entfernen;

 

ansonsten kann es liegen bleiben. Häufen Sie es unter Bäumen

 

und Sträuchern auf :  Igel, Insekten und Kleinlebewesen

 

benutzen es gern als Winterquartier.

 

 

Es gibt viele technische Helfer für die Gartenarbeit, darunter

 

auch Laubsauger. Vom Einsatz dieser Geräte möchten wir

 

aber d r i n g e n d abraten. Durch die Verwendung von

 

Laubsaugern wird eine Vielzahl nützlicher Bodeninsekten

 

vernichtet. Greifen Sie lieber einmal mehr zum Besen und Rechen.

 

 

Jetzt sind unsere Amphibien auf der Suche nach einem

 

Winterquartier.

 

Hausbesitzer in der Nähe von Feuchtgebieten mögen bitte

 

jetzt ca. einmal wöchentlich ihre Kellerschächte und Niedergänge

 

kontrollieren. Viele Amphibien (Molche, Frösche und Kröten)

 

finden darin den Tod, wenn sie nicht eingesammelt und an

 

sicherer Stelle wieder ausgesetzt werden.

 


Eisvogelaktion am 9.10.2019 in den Goosseewiesen

Unterstützung für den bei uns selten gewordenen Eisvogel

 

Wie jedes Jahr im Herbst haben im September/Oktober drei, manchmal vier ehrenamtlich tätige Mitglieder des NABU Eckernförde in mühevoller Arbeit fünf Teiche in den Wiesen am Goossee von Bewuchs befreit. Warum? Seit Juli konnte hier wieder ein Eisvogel (manchmal zwei) auf der Jagd nach Fischen beobachtet werden. Damit dieser wunderschöne Vogel seine Beute im Wasser erkennen kann, ist es wichtig, dass Algen und andere Wasserpflanzen beseitigt werden.

 

Bei der Reinigung der Teiche wurde festgestellt, dass die Anzahl der Kleinfische deutlich abgenommen hat. Was ist zu tun, um hier für Abhilfe zu sorgen? Auf Empfehlung eines Teichwirtes aus Aukrug wurde vorgeschlagen, ca. 1000 „Moderlieschen“ in den Teichen auszusetzen. Gemäß Vorstandsbeschluss wurden am 09. Oktober die Kleinfische gekauft und in vier der Teiche eingebracht. Wie jedes Jahr sind auch 2019 an mehren Messstellen Wasserproben „gezogen“, analysiert und für gut befunden worden.

 

Noch in diesem Winterhalbjahr werden die drei Nisthilfen für den Eisvogel grundüberholt. Da der Eisvogel ein Höhlenbrüter ist, der bevorzugt in Prallufern von Bächen und  Stillgewässern brütet, diese in der freien Natur bei uns aber kaum noch vorkommen, wird hier mit den ca. 1 Kubikmeter großen Nisthilfen „nachgeholfen“. Unsere Fließgewässer, Bäche und Auen sind immer noch stark „kanalisiert“, zu „Vorflutern“ degradiert oder in Rohren unter der Erde verschwunden.

 

Im Jahr 2004 wurden mit Unterstützung der Stadt Eckernförde die ersten Nisthilfen beschafft und aufgebaut. Seitdem konnten 28 Eisvögel beringt werden,  14 weitere sind ohne Beringung flügge geworden. In den kalten Wintern der letzten Jahre sind viele unserer Eisvögel verhungert. Eine dünne Eisschicht auf den Teichen reicht schon, und der Eisvogel kann seine Beute nicht mehr erreichen; er verhungert, falls es ihm nicht gelingt in der Nähe ein noch offenes, fischreiches Fließgewässer zu erreichen. Eine erfolgreiche Brut hat in den Wiesen am Goossee  seit Jahren nicht mehr stattgefunden.

 

Bezogen wurden die „Moderlieschen“ bei der „Fischzucht Aukrug“, Jan Kemnitz (Fischwirtschaftsmeister), Itzehoer Str. 9, 24613 Aukrug-Innien, Tel.: 04874 730, Fax: 04873 1590,

 e-mail: jan.kemnitz@fischzucht-kemnitz.de

 

Beachten sie auch bitte die folgende kleine Bildergalerie mit Fotos, die der Berichterstatter gemacht hat.

 

Berichterstatter: J. Schmidt

 


Storchenbilanz 2019

Mehr Weißstorchpaare als im vergangenen Jahr dürften 2019 in Deutschland gebrütet haben. Insgesamt war das Storchenjahr aber eher durchwachsen. Die Zahl der Brutpaare hat in den westlichen Bundesländern weiter zugenommen, während der Bestand in den östlichen Bundesländern leicht abnahm oder stagnierte.

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Erste Kraniche auf dem Weg nach Frankreich

An der Boddenküste und im Rhinluch lassen sich aktuell mehr als 60.000 Kraniche beobachten. Während aus dem Norden und Osten beständig weitere Kraniche nachkommen, fliegen einige Tausend bereits über Hessen und Rheinland-Pfalz weiter Richtung Winterquartiere.

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Das Zugvogelquiz

Vor allem im Frühling und im Herbst können wir den Vogelzug am Himmel beobachten. Aber warum ziehen Vögel zum Überwintern überhaupt in den Süden, welche Arten ziehen nachts, welche im Schwarm oder allein? Testen Sie Ihr Wissen in unserem NABU-Quiz!

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Das Insektenschutzprogramm des Bundes-Umweltministeriums

Die Bundesregierung hat heute auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Schulze Eckpunkte für ein "Aktionsprogramm Insektenschutz" beschlossen. Auf Basis der Eckpunkte wird das Bundesumweltministerium das Aktionsprogramm nach einer breiten öffentlichen Diskussion bis 2019 fertigstellen und anschließend unverzüglich mit den Maßnahmen beginnen.

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Bewertung des Klimaschutzpaketes der Bundesregierung

Wie könnt Ihr es wagen? So prangerte Greta Thunberg beim Climate Action Summit der Vereinten Nationen die Staatschef*innen an. Mit leeren Worten statt wirksamen Klimaschutz rauben sie Kindern und Jugendlichen ihre Zukunft. Der NABU bewertet nun das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung.

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Auswege aus der Müllverbrennung

Über 26 Millionen Tonnen Abfälle werden jährlich in Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoff-Kraftwerken in Deutschland verbrannt. Bis zu einer echten Kreislaufwirtschaft ist es noch ein weiter Weg.

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NABU weist streng geschützte Riffe im Fehmarnbelt nach !

Weil es Ungereimtheiten im Gutachten des Vorhabenträgers des Fehmarnbelttunnels gab, hat der NABU eine eigene Biotopkartierung entlang der Trasse des Großvorhabens durchgeführt. Statt Sand und Schlick fanden die Taucher geschützte, artenreiche Riffe.

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Dringende Bitte um Unterstützung an unsere Mitglieder :

 

Seit nahezu vier Jahrzehnten haben wir vom NABU Eckernförde in jedem Jahr zwei - in den letzten drei Jahren allerdings nur noch eine - in der Regel 5-tägige Exkursionen in verschiedene Natur-Landschaften und Naturschutzgebiete im norddeutschen Raum sowie in grenznahe Gebiete von Dänemark und Polen angeboten und auch durchgeführt. Die während dieser Exkursionen gemeinschaftlichen, naturkundlichen Tagesführungen wurden oft durch die Besichtigung vor Ort befindlicher Sehenswürdigkeiten aller Art ergänzt. Abends wurde in der Regel ein gemeinschaftliches Abendessen in gemütlicher Runde im jeweiligen Quartier eingenommen; dabei wurden dann die Erlebnisse des Tages ausgetauscht. Das Gemeinschaftsgefühl war den Teilnehmern bei den Touren immer willkommen und wichtig.

 

Die Teilnehmerzahl schwankte meist um die Zahl 15.  Ziel war es bei den Planungen der Touren stets,  die Quartierkosten vor Ort so niedrig wie möglich zu halten. Die An- und Abreisen zu/von den Exkursionsgebieten wurden jeweils  mit eigenen Fahrzeugen - meist in Fahrgemeinschaften - organisiert und durchgeführt.

 

Zeitlich wurden die Touren stets so gelegt, dass ein Wochenende enthalten war, sodass oftmals auch Berufstätige durch Inanspruchnahme von wenigen Frei-Tagen teilnehmen konnten. Jahreszeitlich gesehen wurden die Exkursionen in der Regel für den Mai und/oder den Oktober eingeplant.

 

Diese Touren wurden die vielen Jahre von unseren beiden Mitgliedern Karl-Heinz Siebrecht und Jürgen Peter Schmidt organisiert, begleitet und fachlich geführt. Aus Altersgründen können und wollen diese beiden älteren Mitglieder diese Exkursionen nicht mehr durchführen. Daher droht uns in Zukunft eine Streichung dieser Touren aus unserem jährlich angebotenen Veranstaltungsprogramm.

 

Damit diese so genannten „Highlights“ im Jahr nicht eingestellt werden müssen, suchen wir ein bis drei Mitglieder (evtl. auch als Organisationsteam), die Lust und Zeit hätten, diese Art von Exkursionen zu organisieren. Eine naturfachkundige Begleitung durch Kenner der Fauna und/oder Flora aus unseren Reihen kann sicherlich auch beigestellt werden.

 

NABU-Mitglieder, die an so einer Aufgabe Interesse hätten, mögen sich bitte beim Vorstand (entweder telefonisch oder per E-Mail über info@nabu-eckernfoerde.de) melden. Eine ideelle Unterstützung bei der Organisation solcher Touren sowie Vorschläge von Tourenzielen kann von den bisherigen Organisatoren als Start- bzw. Einarbeitungshilfe beigestellt werden.

  

Wir bitten alle Mitglieder, die diesen Aufruf lesen, darüber nachzudenken, ob sie Lust und Zeit hätten, unseren Verein in dieser Sache zu unterstützen.

 

Der Vorstand des NABU Eckernförde