Exkursion an die Schlei am 21.01.2018

 

21.01.2018 Wanderung an der Schlei bei Fleckeby bis zum Holmer See und zurück und von Missunde bis nach Kielfoot, zurück durch den Wald.

 

 

Anzahl Teilnehmender: 13          

 

Wetter:  Ca. 1 °C,  Nebel,  windstill, später etwas blauer Himmel zu sehen, unten noch neblig.

 

Artenliste:

 

Gänsesäger,  Zwergsäger (im Nebel kaum erkennbar), Schellenten (Balz), Kormoran (wenige, vorbeifliegend),  Bläßhuhn (ca. 50 vor der Aumündung), Stockente, Schnatterente, Krickente(auch gehört), Graugans, Bläßgans(Überflug, nur gehört), Kanadagans, Reiherenten und überwiegend Tafelenten m, zusammen über 1.000 bei Kielfoot/Missunder Enge, 2 Eiderenten, Lachmöwen, Silbermöwe, 2 Sturmmöwen, alle an der Futterstelle an der Panzerrampe bei der Fähre.

 

Im Wald:  Kleiber(oft gehört), Buntspecht(trommelnd), Waldbaumläufer, Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Rabenkrähe, Ringeltaube, Eichelhäher(gehört), Stieglitz.

 

Wildschweingeruch am Wegesrand im Wald !

 

Große Breite: Höckerschwäne und Singschwäne

 

Verfasser: Manfred Bach

 

Von dem Bild bekommt man einen Eindruck von der Nebelstimmung an der Schlei:

 


Exkursion an das Haddebyer Noor am 18.02.2018

Winterwanderung um das zugefrorene Haddebyer Noor

 

15 Teilnehmer nahmen an der ca. 3 1/2 stündigen Wanderung teil.

 

Wir konnten folgenden Vogelarten beobachten:

 

Am Parkplatz "trillernde" Zwergtaucher, ziehende Nonnen -und Blässgänse und Singschwäne, auf dem Eis und einigen eisfreien Stellen, Graugans, Kanadagans, Stockente, Krickente, Reiherente, Schellente, Pfeifente, Gänsesäger, Blessralle, Höckerschwan, Kormoran und Graureiher.

 

Am bewaldeten Ufer und auf dem Wall, Kohlmeise, Blaumeise, Sumpfmeise,Schwanzmeise, Kleiber, Buchfink schon singend, Dompfaff, Rotkehlchen,Wintergoldhähnchen, Amsel, Feldsperling, 1 Trupp Rotdrosseln, Buntspecht, Ringeltaube, Dohle, Saatkrähe, Rabenkrähe, Eichelhäher, Kolkrabe und Mäusebussard

 

Verfasser: Rüdiger Schwab

 


Reisebericht der 5-tägigen Reise an den Dümmer vom 3.05. - 8.05.2018

Ein kurzer Rückblick auf die Frühjahrsreise 2018 des

N A B U  Eckernförde

(03.05. – 08.05.2018)

 

Unsere diesjährige Frühjahrsreise führte uns bereits zum dritten Mal in die „Diepholzer Moorniederung“ an den Dümmer See. Unser Domizil war wieder einmal das „Dümmerhotel Strandlust“ in 49459, Lembruch. Bedauerlich war nur, dass wir wiederum nur 8 Reiseteilnehmer gewesen sind. Es stellt sich die Frage, ob wir in Zukunft für unsere Mitglieder überhaupt noch Reisen anbieten sollen??  Erfreulicher war das Wetter. Alle Tage hatten wir „Sonnenschein satt“.

 

Und nun in chronologischer Reihenfolge ein kurzer Rückblick auf die erlebnisreichen und schönen Tage am Dümmer.

 

Donnerstag, 03.05.18

 

Tag der Anreise. Alle Teilnehmer reisen individuell, entweder direkt oder auf Umwegen, die ca. 300 km nach Lembruch an. Es haben sich drei Fahrgemeinschaften gebildet. Wie in der Reiseplanung vorgesehen, treffen wir uns um 16 Uhr zum gemeinsamen Kaffeetrinken. Wir machen uns mit der Leitung des Hauses bekannt, klären organisatorische Fragen, die Zimmer werden bzw. sind zum Teil schon belegt. Die Zeit bis zum ersten gemeinsamen Abendessen bietet sich an, die kleine Ortschaft Lembruch sowie Teile des Seeufers zu erkunden. Nach dem Abendessen wird die Tagesplanung für den Freitag bekannt gemacht – einige Gruppenmitglieder machen noch einen Bummel auf dem Deich, andere sitzen in gemütlicher Runde beisammen.

 

Freitag, 04.05.18.

 

Um mich bei meiner Berichterstattung nicht immer wiederholen zu müssen, sei hier schon angemerkt, dass alle Mahlzeiten, das Frühstück wie auch das Abendessen, immer vorzüglich gewesen sind und niemals Grund zur Klage bestand. Deshalb bereits an dieser Stelle ein Lob auf das Küchenpersonal und die immer netten und freundlichen Damen und Herren aus dem Service.

 

Um uns mit der Geschichte des Dümmers, seiner Entstehung, Geologie, Bewirtschaftungsformen, der Entstehung des Naturparks und die den Dümmer umgebenden Hoch- und Niedermoore vertraut zu machen, besuchen wir heute die Naturschutzstation in Hüde.  Gut dargestellt in der Ausstellung sind nicht nur der Wasserbau und die Bewässerungstechnik. Rund um den Dümmer  gibt es mehr als 50 regulierbare Stauanlagen. Flora und Fauna finden auch ausführlichen Hinweis.    Nach der theoretischen Einweisung begeben wir uns nach draußen in den Naturerlebnisgarten (erstellt vom Naturschutzring Dümmer). Hier brütet bereits ein Weißstorch (rückblickend betrachtet hoffen wir, dass es eine erfolgreiche Brut wird). Wir folgen dem Naturerlebnispfad im  Ochsenmoor bis zum Beobachtungsturm. Hier wird die längst fällige Mittagsrast eingelegt. Umschwärmt werden wir von Rauchschwalben, die in allen Beobachtungseinrichtungen ihre Nester bauen oder sogar schon brüten.

 

Unser nächstes Ziel ist der Südturm in Nähe der Huntemündung. Unterwegs hören wir aus den Erlenbruch einen Pirol rufen! Damit war an dieser Stelle gar nicht zu rechnen.Wieder zurückgekehrt zur Naturschutzstation steht der restliche Nachmittag den Reiseteilnehmern zur freien Verfügung.

 

Samstag, 05.05.18

 

Unser heutiges Ziel ist das Naturschutzgebiet „Oppenweher Moor“ Der Kernbereich des Moores ist ein Hochmoor mit einer Torfmächtigkeit von 1,70 Metern. Das NSG ist ca. 870 Hektar groß und liegt in den Landkreisen Diepholz (Niedersachsen) und Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen).

 

Vom Infopavillon „Moorblick“ wandern wir auf dem „Holzweg“ durch das Moor bis zu einem Aussichtsturm. Von hier haben wir guten Einblick in die Reste des offenen Hochmoores. Zur Vorbeugung von Verbuschung wird das Moor zeitweise mit Schafen beweidet. Zurückgekehrt zum Ausgangspunkt legen wir eine ausführliche Mittagsrast ein.

 

Der offizielle Teil des Tages endet mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken in einem Landgasthaus bei Förlingen.

 

Nach dem Abendessen werden wir Zeuge eines wunderschönen Sonnenuntergangs am westlichen Seeufer.

                                                                                                             

 Sonntag, 06.05.18

 

Unsere heutiges Ziel: Der Dammer Bergsee.

 

Der Dammer Bergsee ist ein künstlicher See. Er ist Relikt aus der Zeit, als es hier noch abbauwürdige Eisenerzvorkommen gab. Der Erzabbau fand in den Jahren von1939 bis 1967 statt. In einer „nassmechanischen“ Aufbereitungsanlage wurde das gebrochene Erz gewaschen. Das dafür notwendige Wasser wurde aus dem Stauteich gewonnen. Da die benötigten Wassermassen immer größer wurden, musste auch der Staudamm des „Klärteiches“ mehrfach erhöht werden. Heute ist er ca. 30 Meter hoch! Das abflusslose Staubecken (der Dammer Bergsee ) ist jetzt 56 Hektar groß. Seit 1995 steht das gesamte Gebiet unter Naturschutz („Natur aus zweiter Hand“). Um den See führt heute ein Naturlehrpfad mit insgesamt 24 Beobachtungspunkten/Hinweisen auf Besonderheiten. Der Rundgang dauert ungefähr 2 ½  Stunden. Wie bei den beiden vorherigen Besuchen konnten wir diverse botanische Besonderheiten finden; hier nur eine kleine Auswahl: Großes Zweiblatt/Listera ovata, Breitblättrige Sumpfwurz/Epipactis helleborine, verschiedene Knabenkrautarten – (alles Orchideen) sowie Siebenstern und das Gewöhnliche Tellerkraut, auch „Kuba Spinat“ genannt. Nach 2/3  der Strecke legen wir die Mittagsrast ein. Von der „Gigantenbank“ haben wir nach Süden einen wundervollen Blick über den See, nach Norden blicken wir auf die Türme der Stadt Damme. Wie in den Vorjahren wollen wir unsere Kaffeepause im „Schweizer Haus“ einlegen. Leider war dieses wegen einer „Geschlossenen Gesellschaft“ nicht möglich. Alternative: Wir fahren gemeinsam in die Stadt Damme und treffen uns an der kath. Pfarrkirche St. Viktor. Dieser Sakralbau, dessen Ursprung etwa um das Jahr 1300 liegt, ist ein Besuch wert. Wir lassen uns Zeit und sehen uns im Gebäude ausführlich um. Angenehm auch die Kühle im Vergleich zu den sommerlichen Temperaturen „vor der Tür“. Abgerundet wird dieser Tag ebenfalls bei Kaffee und Eis bei einem „Italiener“.

 

Montag, 07.05.18

 

Die uns vom Hotelier, Herrn Finke, kostenfrei angebotene Segeltour auf dem Dümmer können wir mangels Beteiligung nicht durchführen. Stattdessen wandern wir über den Stemweder Berg. Der Weg führt uns von Oppendorf vorerst bergan, später nur noch auf vorwiegend unschwierigem Pfad bis zum Hotel/Restaurant/Cafe Wilhelmshöhe bei Haldem. Wir „besteigen“ sogar den Gipfel mit einer Höhe von 181m üNN !!! Besonders sehenswert ist die wundervolle Rhododendronblüte. Was wir zuvor nicht wussten: diese Pflanzengattung stammt aus der Familie der Heidekrautgewächse, kommt in über 500 Arten vor und stammt ursprünglich aus dem Himalaja und Neuguinea. Bei angenehmen Temperaturen genießen wir auf der Terrasse Kaffee, Kuchen und Eis.  

 

Nach dem letzten gemeinsamen Abendessen in unserem Hotel kommen wir dann zum Höhepunkt der Reise, dem Vogelquiz. Bereits am Tag unserer Ankunft hat jeder Teilnehmer zu erraten versucht, wie viel Vogelarten voraussichtlich zu be-obachten sind. Diese Zettel, versehen mit der mutmaßlichen Artenzahl und dem Namen des Teilnehmers wurden verschlossen in einem Briefumschlag bis heute auf-bewahrt. Für die Mitreisenden, die der festgestellten Artenzahl mit ihrem Tipp am nächsten liegen, gibt es immer kleine Preise. Zweifelsfrei  beobachtet oder gehört wurden 85 Vogelarten. Dieser Zahl am nächsten lagen Frau Deiters (1. Preis), Frau

 

Fey und Herr Hilpert (2. Preis) sowie Herr Siebrecht (3. Preis). Ihnen sei hiermit noch einmal nachträglich gratuliert!

 

Abschließend möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bei allen Reiseteilnehmern für das gute Für- und Miteinander bedanken. Unser aller Dank gilt auch Herrn K.-H. Siebrecht, der die Reise an den Dümmer maßgeblich organisiert hat sowie Herrn D. Hilpert der unser ornithologischer „Protokollführer“ war.

 

Ein weiterer Dank gilt Frau E. Jöhnk und Herrn Siebrecht, die uns die Buchpreise gestiftet haben, und, ganz wichtig, der Familie Fink – der Leitung des Dümmerhotel Strandlust – in dem wir uns sehr gut aufgehoben gefühlt haben.

 

Dienstag, 08.05.18

 

Tag der Rückreise. Alle Teilnehmer melden sich ab ca. 14 Uhr wohlbehalten in Eckernförde angekommen bei mir  

 

Noch ein Tipp: Das „Dümmerhotel Strandlust“ eignet sich auch hervorragend für die

 Individualisten unter uns Naturfreunden!

 

Im Namen des Vorstandes grüßt Sie/Euch der Berichterstatter recht herzlich.

 

J.P. Schmidt

 

                                                                                         

 Nachfolgend nun die Auflistung der Arten die wir in den von uns besuchten Gebieten angetroffen haben.

 Die Auflistung erfolgt nach dem „Kosmos Vogelführer“ von Svensson-Grant und Mullarney-Zetterström, Ausgabe 1999.

 

 

 

Zwergtaucher                   Grünschenkel                   Fitis

 

Haubentaucher                 Bruchwasserläufer            Zilpzalp

 

Kormoran                          Lachmöwen                      Wintergoldhähnchen

 

Graureiher                        Zwergmöwe                      Braunkehlchen

 

Weißstorch                       Silbermöwe                       Schwarzkehlchen

 

Kanadagänse                   Mantelmöwe (2 Ex)           Rotkehlchen

 

Graugänse (zahlreich)      Sturmmöwen                     Sprosser

 

Höckerschwan (wenige)   Ringeltaube                       Blaukehlchen*

 

Brandgans                        Kuckuck                            Amsel

 

Stockenten                       Grünspecht                       Singdrossel

 

Krickente                          Schwarzspecht                 Blaumeise

 

Schnatterente                   Feldlerche**                     Kohlmeise

 

Knäkente                          Rauchschwalbe                Kleiber

 

Löffelente                         Mehlschwalbe                   Goldammer (selten)

 

Tafelente                          Baumpieper                       Rohrammer

 

Reiherente                       Wiesenpieper***                Buchfink

 

Fischadler****                   Bachstelze                       Grünfink

 

Sperber                            Schafstelze                       Stieglitz

 

Mäusebussard                 Zaunkönig                         Haussperling

 

Rohrweihe                       Heckenbraunelle               Feldsperling

 

Turmfalke*****                 Rohrschwirl                       Star

 

Fasan                              Schilfrohrsänger                Pirol ( 1 Ex)

 

Kranich +                         Buschrohrsänger               Eichelhäher

 

Teichhuhn                        Teichrohrsänger                Elster (2 Ex!)

 

Blässhuhn                        Drosselrohrsänger            Dohle

 

Austernfischer                  Mönchgrasmücke (viele)  Saatkrähe

 

Kiebitz                              Dorngrasmücke                Rabenkrähe

 

Rotschenkel ++                Klappergrasmücke            Kolkrabe

 

Silberreiher

 

 

 

*         von der Holzbrücke im Schilf, unweit südlich des Hotels

 

**         im Oppenweher Moor

 

***        im Oppenweher Moor

 

****      1 Pärchen am 7.5. auf Horst auf einem Hochspannungsmast im Osterfeiner Moor. Erste

 

          Beobachtung nach Rückkehr der Fischadler aus dem Winterquartier

 

*****     Im Oppenweher Moor

 

+          zwei große Gruppen (ca. 70 Stck) in der Thermik kreisend über dem Oppenweher Moor

 

++        im Ochsenmoor

 

 Internetbenutzer beachten auch bitte die kleine folgende Bildergalerie, alle Fotos stammen von Herrn J.P. Schmidt